Black & Tan Yorkshire Terrier - Colorful Yorkshire Terrier

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FARBEN
Black & Tan oder Blue & Tan
Yorkshire Terrier
Herkunft – Rattenfänger in den Armenvierteln (Quelle: www.yorkshire.de)

Wie der Name bereits vermuten lässt, stammt der Yorkshire Terrier aus der gleichnamigen Grafschaft Yorkshire im Norden Englands.
Schottische Einwanderer, die im 19. Jahrhundert in den Bergwerken und Textilfabriken Arbeit suchten, brachten ihre einheimischen Hunde mit in die Industriestädte.
Es wird vermutet, dass es sich dabei wahrscheinlich um Hunderassen wie den Skye Terrier und den mittlerweile ausgestorbenen Clydesdale gehandelt haben könnte.
Ursprung Yorkshire Terrier England
Die Aufgabe dieser flinken Hunde bestand darin, der Mäuse- und Rattenplage in den Häusern Herr zu werden und die Nagerpopulation in den Arbeitervierteln dauerhaft zu dezimieren.
Da die Hunde allerdings um einiges größer waren, als der heutige Yorkshire Terrier, wurden sie manchmal von ihren armen Besitzern auch zur illegalen Kaninchenjagd eingesetzt.
Ursprung Die Vorfahren des Yorkies
Welche Rassen nun genau die Vorfahren des heutigen Yorkshire Terriers sind, bleibt vermutlich für immer ein Geheimnis.
Da die Fabrikarbeiter oft weder lesen noch schreiben konnten, gibt es über die Anfänge der Zucht keinerlei Aufzeichnungen. Neben Skye und Clydesdale gelten folgende Hunderassen als wahrscheinlichste Kandidaten:
  • Paisley Terrier (ausgestorbene kleinere Version des Skye)
  • Scotch Terrier
  • Dandie Dinmont Terrier
  • Waterside Terrier (heute Airedale Terrier)
  • Leeds Terrier
  • Manchester Terrier
  • Black and Tan
  • Malteser
Aufnahme eines Yorkshire Terriers um 1915
Diese und womöglich noch andere Hunderassen wurden in die ursprünglich von den Arbeitern nach Großbritannien mitgebrachten Hunde eingekreuzt.
Dabei waren die ersten gezüchteten Exemplare noch viel größer und schwerer (ca. 7 kg) als der uns heute bekannte Yorkie und die Ohren standen nicht von Natur aus aufrecht, sondern wurden von den Züchtern kupiert.
Es wird vermutet, dass die uns heute bekannte Rasse ihr langes seidiges Haarkleid dem Malteser oder Leeds Terrier verdankt und die typische stahlblaue Farbe des Fells dem Black and Tan Terrier.
Siegeszug: Von den Armenvierteln in die feine Gesellschaft
Yorkshire Terrier im Lexikon Britannica 1911
Die Größe und das Gewicht der Yorkies wurden im Laufe der Zuchtbemühungen immer weiter reduziert.
Nicht zuletzt, wegen der bekannten Vorliebe für kleine Hundein den vornehmen Kreisen. In den Vordergrund traten außerdem vermehrt die Farbe der Yorkshire Terrier sowie ihr sehr langes und seidiges Fell.
Die besonders kleinen und leichten Exemplare fanden schließlich die Aufmerksamkeit und das Wohlwollen der reichen Gesellschaft.
Dort wurden sie zu einem beliebten Statussymbol ihrer Zeit und der eigentliche Rattenfänger zu einem Schoßhund, der überall hin mitgenommen wurde.
Die damaligen Züchter, oftmals einfache Arbeiter oder Bauern, schlugen aus der Vorliebe für diese kleinen Hunde Kapital und binnen kürzester Zeit veränderten sie das Aussehen des Terriers dahin gehend, wie wir es heute kennen.

Wer war Huddersfield Ben?
Huddersfield Ben gewann etliche Preise und gilt heute als der Stammvater der Yorkie-Rasse.
Es wird angenommen, dass die Yorkies wie sie heute Standard sind, auf einen Terrierrüden namens Old Crabund eine Hündin mit Namen Kitty zurückzuführen sind.
Eine Nachfahrin Old Crabs war Lady und durch eine Verpaarung mit einem ihrer Söhne entstand der Showrüde Huddersfield Ben (1865-1871).
Seine Besitzerin Mary Ann Foster besuchte mit ihm, seinen Nachkommen und anderen Hunden zahlreiche Ausstellungen und Shows im Vereinten Königreich und trug wesentlich zur Definition der Rassestandards des Yorkshire Terriers bei.
Huddersfield Ben gewann etliche Preise und gilt heute als der Stammvater der Yorkie-Rasse.
Dabei gehörten die Yorkshire Terrier auf Ausstellungen ursprünglich zur Gruppe der Scotch Terrier und wurden darum oftmals als Drahthaar Scotch oder manchmal auch Drahthaar Yorkshire betitelt.
Um die Gruppe der Scotch Terrier jedoch genauer zu unterteilen, wurden Hunde mit einem Gewicht von etwa 7 englischen Pfund als Yorkshire Terrier bezeichnet.
Nicht zuletzt auch, weil dieser Typ Hund signifikante Änderungen und Verbesserungen in der gleichnamigen Grafschaft erfahren hat.
Einen Eintrag ins Zuchtbuch gab bereits 1874, die Anerkennung als eigenständige Rasse erfolgte jedoch trotz früherer Verwendung des Rassenamens erst 1886 durch den britischen Kennel Club.
Weltweite Beliebtheit
Der Yorkshire Terrier ist in Japan und den USA vor allem wegen seiner Größe sehr beliebt.
Im ausklingenden 19. Jahrhundert war der Yorkshire Terrier einer derbeliebtesten Zwerghunde der Briten.
Außerhalb des Vereinigten Königreichs kannte ihn hingegen kaum jemand.
In Deutschland gab es sogar erst im Jahre 1912 die ersten Registrierungen im Zuchtbuch und es sollte noch einige Jahrzehnte dauern, bis die Rasse einen gewissen Bekanntheitsgrad erreichen würde.
In den 1970er Jahren gab es schließlich einen regelrechten Boom auf die kleinen Yorkies und viele Fans und Besitzer unterschätzten bei der Größe und Niedlichkeit des Terriers den tatsächlichen Arbeitsaufwand, den die Haltung mit sich bringt.
Auch in anderen Teilen der Welt erlangte der Yorkshire Terrier große Beliebtheit. Vor allem in den USA und Japan war der kleine Zwerghund nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges sehr begehrt und ist es bis heute geblieben.
Legendäre Yorkshire Terrier
Smoky, der Engel aus dem Erdloch
Smoky, der berühmte Hund der im zweiten Weltkrieg der US-Army „diente“
Während des Zweiten Weltkrieges wurde Smoky von einem amerikanischen Soldaten in einem Erdloch in Neuguinea gefunden und später an Corporal William A. Wynne verkauft.
Sie blieb für den Rest der Kriegszeit an seiner Seite, aß das gleiche Essen, schlief in seinem Zelt und trotzte tropischen Temperaturen und überlebte einen Taifun.
Obwohl sie keinen Zugang zu tierärztlicher Versorgung hatte und keine hundegerechte Nahrung bekam, war die kleine Hündin nie krank.
Sie begleitete ihr Herrchen tapfer auf Luftangriffen und auf hoher See. Wynne sagt, er verdanke dem Engel aus dem Erdloch sogar sein Leben.
Im Jahr 2005, ungefähr 50 Jahre nach ihrem Ableben, wurde Smoky und allen Kriegshunden zu Ehren ein Denkmal auf ihrer letzten Ruhestätte errichtet.
Außerdem half Smoky bei der gefährlichen Verlegung eines Telefonkabels, wagte einen Fallschirmsprung und lernte zahlreiche Tricks.
Diese führte sie nach Kriegsende in TV-Shows und Krankenhäusern auf, bis sie im geschätzten Alter von 14 Jahren verstarb.
Im Jahr 2005, ungefähr 50 Jahre nach ihrem Ableben, wurde Smoky und allen Kriegshunden zu Ehren ein Denkmal auf ihrer letzten Ruhestätte errichtet.
Es wurde am Veterans Day enthüllt und zeigt eine lebensgroße Bronzestatue der kleinen Hündin, die in einem Soldatenhelm sitzt.
Sylvia, die winzige Yorkie-Dame
Die kleine Hündin wurde nur knapp zwei Jahre alt und lebte mit ihrem Besitzer Arthur Marples of Blackburn in England.
Sie war der kleinste Hund, der jemals gelebt hat.
Ihre Schulterhöhe betrug gerade mal 6 cm und von der Schnauze bis zur Schwanzspitze brachte sie es auf knappe 9 cm.
Bei den winzigen Maßen erstaunt es nicht, dass sie gerade einmal 280 g wog.
Yorkshire Terrier in Film und Fernsehen
  • In der Fernsehserie „The Big Bang Theory“ besitzt Rajesh einen Yorkie mit Namen Cinnamon.
  • Mrs Coady aus dem Film „Ein Fisch namens Wanda“ nennt gleich drei Yorkshire Terrier ihr Eigen, die im Verlauf der Handlung einer nach dem anderen versehentlich umgebracht werden. Und dies ausgerechnet von einem Tierliebhaber. Dabei sollte die Besitzerin selbst das eigentliche Mordopfer sein.
  • In „Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich“ haben die Filmeltern von Ben Stiller einen Yorkie namens Moses.
  • Barts Freund Milhouse aus der Comicserie „Die Simpsons“ besitzt einen Yorkshire Terrier aus Plüsch.
Yorkies mit berühmten Herrchen
Die aufgeweckten und intelligenten Yorkshire Terrier haben in Handtaschen nichts verloren und sind als lebendes Deko-Objekt nicht geeignet.
Sie brauchen genau wie ihre großen Verwandten Beschäftigung und Bewegung und möchten auch kopftechnisch gefördert werden.
Zum Glück wissen das die meisten ihrer prominenten Besitzer und der Yorkie als Statussymbol und Fashion-Accessoire hat weitestgehend ausgedient.
Hier eine Auswahl an berühmten Yorki-Besitzern und die Namen ihrer Schützlinge:
  • Rudolph Moshammer mit Hund Daisy, 2004
    Foto: B. Erdödy
    Whitney Houston: Doogie
  • Tricia Nixon (Tochter des ehemaligen US-Präsidenten Richard Nixon): Pasha
  • Bruce Willis: Wolfie (Wolf Fishbein)
  • Audrey Hepburn: Mr Famous und Assam of Assam
  • Paris Hilton: Cinderella
  • Rudolph Moshammer: Daisy
  • Anastacia: Freak
  • Natalie Portman: Whizz
  • Giselle Bündchen: Vida
  • Justin Timberlake: Bella und Bearlie
  • Naomi Watts: Bob
  • Vanessa Williams: Enzo
  • Miley Cyrus: Shooter und Roadie


Erscheinungsbild

Dunkles Stahlblau erstreckt sich vom Hinterhauptbein bis zum Rutenansatz, keinesfalls vermischt mit falbfarbenem, bronzefarbenem oder dunklem Haar. Das Haarkleid an der Brust hat ein volles, helles Braun. Alle braunfarbenen Haare sind an der Wurzel dunkler als in der Mitte und werden zur Spitze hin noch heller. Die Rute ist stark behaart und wird etwas über Rückenniveau getragen, die kleinen V-förmigen Ohren werden aufrecht getragen, sind relativ hoch angesetzt und sollten nicht weit auseinander stehen. Die Läufe sind gerade, verschwinden aber fast unter der langen Behaarung.Sein Aussehen ist einfach bezaubernd: Das stahlblaue Haar vom Nacken bis zur Schwanzwurzel steht in herrlichem Kontrast zum tief goldfarbenen Ton des Kopfes, der Brust und der Pfoten. Es glänzt seidig, ist sehr weich und fällt schnurglatt. Eine Schulterhöhe von bis zu 25 cm und ein Gewicht von 3,2 kg sind zwar erlaubt, doch die meisten Yorkshire sind heute kleiner und leichter. Yorkies sind klein, stabil aber zierlich gebaut und harmonisch in der Körper- wie auch in der Kopfform. Ihre Bewegungen sind flink und leichtfüßig.

Charakter und Eigenschaften
Yorkshire Terrier sind lebhafte, intelligente, verspielte und mutige Hunde und brauchen den engen Kontakt zu seinen Menschen. Diesen gegenüber zeigt er sich zwar treu und anhänglich – nicht jedoch, ohne seine ganz eigenen Charakter beizubehalten. Er kann dann ein Begleit-/Gesellschaftshund, aber auch ein aufmerksamer Wachhund sein, der vor größeren Hunden und fremden Menschen nicht zurückschreckt. Ein Yorkie liebt es draussen herum zu toben und im Garten zu buddeln. Yorkies können leicht in einer Wohnung gehalten werden. Allerdings muss darauf geachtet werden, dass das Tier täglich Auslauf und Abwechslung bekommt. Soziale Kontakte zu anderen Hunden sind ihm sehr wichtig. Beim Auslauf sollte man den munteren Gesellen jedoch niemals komplett aus den Augen lassen. Sonst kann es nämlich passieren, dass der Yorkshire Terrier auf Jagd geht.

Pflege
Das dünne Haar der Yorkshire Terrier bedarf besonderer Pflege, da es sonst leicht brüchig wird und seinen glänzenden Charakter verliert. Ein großer Vorteil des Yorkshire Terriers für viele Halter liegt darin, dass er keinen starken jahreszeitlich bedingten Haarwechsel hat. Möchte man den Yorkie von seiner besten Seite zur Geltung bringen, so bedarf es dazu durchaus zeitraubender Bemühungen. Häufiges kämmen und bürsten sowie die Pflege von rückfettenden Shampoos gehören dazu.



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